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Bücherecke
Entwicklungsorientierte Bildung in der Praxis
Das Buch «Entwicklungsorientierte Bildung in der Praxis» (herausgegeben von Walter Burk und Christian Stalder) bietet praxisnahe Ansätze für Schulen, um Bildung ganzheitlich und zukunftsorientiert zu gestalten. Nathalie Brady ist Mitautorin und beleuchtet in ihrem Beitrag die Themen Soziales Lernen und Psychologische Sicherheit in der Schule, zwei essenzielle Bausteine für erfolgreiche Teamentwicklung und Schulentwicklung. Es richtet sich an Lehrpersonen, Schulleitungen und Bildungsexperten, die innovative Impulse für ihre Arbeit suchen. Ein wertvolles Werk für alle, die Schulentwicklung mit Fokus auf soziale und psychologische Aspekte vorantreiben möchten.

Die angstfreie Organisation
„Die angstfreie Organisation“ von Amy C. Edmondson
Psychologische Sicherheit ist eine der zentralen Grundlagen für erfolgreiche Schulentwicklung und effektive Teamarbeit. In ihrem Buch zeigt Amy C. Edmondson, wie eine angstfreie Kultur Lernprozesse, Innovation und Zusammenarbeit stärkt. Schulen können von diesen Prinzipien profitieren, um ein vertrauensvolles Umfeld für Lehrkräfte und Schulleitungen zu schaffen. Claude Keller ist zertifiziert, um Schulteams und -leitungen gezielt dabei zu unterstützen, psychologische Sicherheit zu etablieren und langfristig zu sichern. Dieses Buch ist eine inspirierende Ergänzung für alle, die ihre Schule in eine angstfreie Lern- und Arbeitsumgebung transformieren möchten.

Prinzip Menschlichkeit:
Warum wir von Natur aus kooperieren
In diesem Buch widerlegt Bauer die weit verbreitete Annahme, der Mensch sei primär auf Egoismus und Konkurrenz eingestellt. Stattdessen zeigt er anhand neurowissenschaftlicher Erkenntnisse, dass unser Handeln vielmehr durch das Streben nach Zuwendung, Wertschätzung und Kooperation bestimmt wird.

Reiß das Ruder rum!
Eine wahre Geschichte über Führung und darüber, wie Mitarbeiter zu Mitgestaltern werden
In «Turn the Ship Around!» zeigt L. David Marquet, wie er die USS Santa Fe durch seinen «Leader-Leader»-Ansatz in ein erfolgreiches Team verwandelte. Statt Hierarchien setzt er auf Eigenverantwortung und Vertrauen, wodurch seine Crew anfing Entscheidungen selbst zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Dieses Prinzip lässt sich hervorragend auf Schulen übertragen: Wie können Lehrkräfte und Schulleitungen SchülerInnen und KollegInnen stärken, um Eigeninitiative und Teamgeist zu fördern? Das Buch inspiriert zu moderner Führung und Zusammenarbeit – eine wertvolle Lektüre für alle, die eine innovative Schulentwicklung anstreben.

Machen Sie doch, was Sie wollen!
Wie ein Strudelwurm den Weg zu Zufriedenheit und Freiheit zeigt
Maja Storch in «Machen Sie doch, was Sie wollen!», wie man Entscheidungen trifft, die wirklich stimmig sind. Sie kombiniert Erkenntnisse der Hirnforschung mit leicht umsetzbaren Strategien, um das Zusammenspiel zwischen bewussten Gedanken und unbewussten Bedürfnissen zu nutzen. Für Lehrkräfte und Schulleitungen liefert das Buch wertvolle Impulse, wie sie bewusstere und effektivere Entscheidungen im Schulalltag treffen können. Es motiviert dazu, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und den Weg zu finden, der sich innerlich richtig anfühlt. Ein inspirierender Leitfaden für authentische Entscheidungen.

Ich packs!
Selbstmanagement für Jugendliche. Ein Trainingsmanual für die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell
«Ich packs!» unterstützt Jugendliche dabei, ihre Ziele zu erreichen und Hindernisse zu meistern. Astrid Riedener Nussbaum und Maja Storch zeigen, wie junge Menschen durch das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) ihre Motivation aktivieren, innere Stärken entdecken und ihre Selbstorganisation verbessern können. Mit vielen Übungen und praktischen Beispielen ist das Buch ideal für den Alltag. Es liefert Lehrkräften und Eltern wertvolle Anregungen, wie sie Jugendliche unterstützen können, selbstbewusst und eigenverantwortlich ihren eigenen Weg zu gehen. Ein motivierender Ratgeber für alle, die das Beste aus sich herausholen wollen.

Reinventing Organizations
Ein illustrierter Leitfaden sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit
In «Reinventing Organizations» beschreibt Frederic Laloux, wie Organisationen durch Selbstorganisation, Sinnorientierung und Ganzheitlichkeit neugestaltet werden können. Seine «teal organizations» setzen auf Vertrauen und dezentrale Entscheidungen – Prinzipien, die auch auf Schulen übertragbar sind. Wie können Lehrkräfte und SchülerInnen gemeinsam Verantwortung übernehmen, innovative Ideen entwickeln und wachsen? Dieses Buch inspiriert dazu, starre Strukturen aufzubrechen und Bildungseinrichtungen in zukunftsorientierte, kooperative Orte zu verwandeln. Perfekt für alle, die mutige und nachhaltige Schulentwicklung vorantreiben möchten.

Wie wir lernen
Wie wir lernen von Stanislas Dehaene ist ein unverzichtbares Werk für Lehrer und Pädagogen. Es verbindet neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Tipps und zeigt, wie effektives Lernen gestaltet werden kann. Dehaene beschreibt vier Säulen des Lernens: Aufmerksamkeit, die durch eine geeignete Lernumgebung gefördert wird, aktives Engagement, das Mitdenken und Fehlerkultur voraussetzt, Fehlerbehebung durch gezielte Rückmeldungen und Konsolidierung, durch regelmässige Wiederholungen, bei der Schlaf eine zentrale Rolle spielt, da das Gehirn neue Schaltkreise im Schlaf festigt.

Der Zahlensinn oder Warum wir rechnen können
Der Zahlensinn oder Warum wir rechnen können von Stanislas Dehaene ist eine wertvolle Lektüre für Lehrkräfte, die Mathematik unterrichten. Das Buch vermittelt Einblicke in die biologischen Grundlagen des mathematischen Denkens und bietet praktische Hinweise für den Unterricht. Dehaene zeigt, dass der «Zahlensinn» – die intuitive Fähigkeit, Mengen zu erfassen – eine evolutionäre Basis hat und das Fundament für spätere mathematische Fähigkeiten bildet.
Viele Fehler von Kindern entstehen durch natürliche Denkweisen oder Missverständnisse, etwa die Annahme, dass größere Zahlen bei der Addition immer dominieren («größer = mehr»). Lehrer können diese Fehlvorstellungen gezielt aufbrechen, indem sie den Fokus auf grundlegende mathematische Prinzipien legen. Übungen zur Mengenerfassung und Schätzung helfen dabei, den Zahlensinn zu stärken und eine solide Grundlage für komplexere mathematische Konzepte zu schaffen.

Das Teenager-Gehirn
In Das Teenager-Gehirn zeigt Sarah-Jayne Blakemore, dass der präfrontale Kortex, zuständig für Entscheidungen und Selbstkontrolle, erst im jungen Erwachsenenalter ausreift. Dies erklärt impulsives Verhalten und emotionale Schwankungen bei Teenagern. Jugendliche sind besonders empfänglich für sozialen Einfluss und Anerkennung, da soziale Bindungen in dieser Phase entscheidend sind. Zudem verstärkt die Aktivität des Belohnungssystems ihre Offenheit für neue Erfahrungen, was Kreativität und Risikobereitschaft fördert. Parallel entwickelt sich die Fähigkeit zur Empathie und Perspektivübernahme.
Für Lehrer ist dieses Wissen essenziell, um jugendliches Verhalten als natürliche Entwicklung zu verstehen und gezielt zu fördern – etwa durch kreative Projekte, kooperatives Lernen oder Programme zur Stärkung von Resilienz und Empathie. Geduld und Einfühlungsvermögen sind im Umgang mit Jugendlichen besonders wichtig, da ihre Gehirnreifung Zeit und Unterstützung braucht.

Videoecke
Psychological Safety: The #1 Factor for High-Performing Teams
What Is Psychological Safety?
Trust vs. Psychological Safety: Understanding the Difference
The 4 Pillars of Psychological Safety: What Every Leader Should Know
3 Steps to Build Psychological Safety in Your Team
Psychological Safety: Why It’s Not Just About Being Nice
Why You Can’t Innovate Without Psychological Safety
V.O. Die vier Säulen des Lernens. Stanislas Dehaene, Neurowissenschaftler
Deutscher Untertitel verfügbar (Auto-translate)
"Die Schule von morgen: Schule und Hirn" 1/2
"Die Schule von morgen: Schule und Innovation" 2/2
Warum sind Jugendliche so lasch? | Wer nicht fragt, stirbt dumm! | ARTE
Studien
Employee silence, job burnout and job engagement among teachers: the mediational role of psychological safety
Diese Studie beschäftigt sich damit, wie Schweigen unter Lehrern mit Burnout und Arbeitsengagement zusammenhängt und welche Rolle dabei das Gefühl von psychologischer Sicherheit spielt.
- Lehrer erleben oft Stress und Burnout durch emotionale Belastungen ihrer Arbeit.
- Arbeitsengagement wird als positives Gegenstück zu Burnout verstanden, bestehend aus Energie, Hingabe und Absorption bei der Arbeit.
- Psychologische Sicherheit wirkt als Vermittler zwischen Burnout, Engagement und Schweigen.
- Mitarbeiter-Schweigen kann aus Angst oder Hoffnungslosigkeit entstehen.
- Organisatorische Faktoren wie Unterstützung, Autonomie und Führung beeinflussen sowohl Burnout als auch Engagement bei Lehrern.
Understanding Psychological Safety in Health Care and Education Organizations: A Comparative Perspective
Basierend auf einer der grössten Studien zur psychologischen Sicherheit im Bildungsbereich mit über 58’000 Lehrpersonen zeigt Edmondson, dass Psychologische Sicherheit nicht zufällig entsteht – sie wird durch Führung geformt. Lehrpersonen, die ihre Schulleitung als wirksam erleben, berichten eine signifikant höhere psychologische Sicherheit als jene mit weniger wirksamen Schulleitungen. Der Unterschied ist nicht marginal – er ist substanziell und statistisch eindeutig belegt.
Das bedeutet, dass Schulleitung einen direkten und messbaren Einfluss auf das Sicherheitserleben der Lehrerteams haben – und damit auf Lernbereitschaft, Zusammenarbeit und Schulkultur.
Psychological Safety and Learning Behavior in Work Teams
In dieser einflussreichen Studie zeigt Amy Edmondson, dass psychologische Sicherheit kein weiches Konzept ist – sie ist messbar und wirksam. Sie erforschte das Teamlernen in 51 Arbeitsteams mit insgesamt 562 Mitgliedern. Das Resultat: Teams, in denen Menschen keine Angst vor Fehlern oder Kritik haben, lernen nachweislich schneller und performen besser. Entscheidend dabei: Führungspersonen spielen eine Schlüsselrolle. Coaching und strukturelle Unterstützung durch die Leitung erhöhen die psychologische Sicherheit direkt – und damit die Lern- und Leistungsfähigkeit des gesamten Teams. – Was für Arbeitsteams gilt, gilt für Schulen genauso.
What Google Learned From Its Quest to Build the Perfect Team
New York Times Artikel über Googles Projekt „Aristoteles“. Zwischen 2012 und 2014 untersuchte Google 180 Team, um herauszufinden, was die bestens Teams von den anderen unterscheidet.
Der zentrale Erfolgsfaktor war die psychologische Sicherheit: das geteilte Vertrauen, dass man ohne Angst vor Ablehnung oder Bestrafung sprechen kann. In den erfolgreichsten Teams sprachen die Mitglieder etwa gleich häufig. Es herrschte eine hohe soziale Sensitivität (Fähigkeit, Gefühle und non‑verbale Signale anderer zu erkennen) und es gab gemeinsame Gruppennormen – offene Kommunikation, klare Zielsetzung und Verlässlichkeit.
Fostering Psychological Safety in Teachers: The Role of School Leadership, Team Effectiveness & Organizational Culture
Diese Studie untersucht, wie Schulleitung, Teamwirksamkeit und Organisationskultur zur psychologischen Sicherheit von Lehrkräften beitragen.
- Führung orientiert auf Aufgaben und Beziehungen stärkt das Sicherheitsgefühl
- Teamwirksamkeit wirkt als wichtige Verstärkerin der Beziehung zwischen Führungsverhalten und psychologischer Sicherheit
- Eine kollaborative und innovationsorientierte Schulkultur fördert psychologische Sicherheit
Es ist anzumerken, dass psychologische Sicherheit indirekt mit dem Wohlbefinden der Lehrer verbunden sein kann, da ein unterstützendes Umfeld Stress reduzieren und das psychische Wohlbefinden fördern könnte.
Weitere Studien
Psychological safety: A meta-analytic review and extension.
Frazier, M. L., Fainshmidt, S., Klinger, R., Pezeshkan, A., & Vracheva, V. (2017). Personnel Psychology, 70(1), 113–165.
Innovation is not enough: Climates for initiative and psychological safety, process innovations, and firm performance.
Baer, M., & Frese, M. (2003). Journal of Organizational Behavior, 24(1), 45–68.
Psychological conditions of personal engagement and disengagement at work.
Kahn, W. A. (1990). Academy of Management Journal, 33(4), 692–724.
Job demands, job resources, and their relationship with burnout and engagement.
Schaufeli, W. B., & Bakker, A. B. (2004). Journal of Organizational Behavior, 25(3), 293–315.






